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Beiträge

Kurzgeschichten verfasst von Schülerinnen und Schülern der 6. Klasse

 

Die Klasse 6a der Oberschule Böhlen übte sich im Verfassen von Kurzgeschichten. Im Folgenden sollen drei der entstandenen Kurzgeschichten für interessierte Leserinnen und Leser vorgestellt werden.

 

Der Winterwald im Karton (von Dominik aus der Klasse 6a)

Es war an einem Tag vor Weihnachten. Wir, das sind meine Schwester und ich, fuhren zu unserem Onkel, der am Wald wohnte. Er hat ein großes, sehr altes Haus. Als wir ankamen, dachten wir, dass hier keiner mehr leben kann, weil einige Fenster zerschlagen waren. Wir klingelten und dann hörten wir große, schwere Schritte. Die Tür ging auf. „Hallo!“, sagte der Onkel. Wir sahen ihn etwas ängstlich und verdutzt an. Der Onkel hatte einen langen Bart und einen großen Hut auf dem Kopf. Er ließ uns herein und sagte: „Schön, dass ihr da seid!“ Wir lächelten. „Gut, dann zeig ich euch mal das Haus“, sprach der Onkel. Er zeigte uns jeden Raum und dann sahen wir das große Wohnzimmer. Dort standen ein sehr großer Tannenbaum und darunter ein riesiges Geschenk. Wir fragten uns, was wohl in diesem Geschenk ist und von wem es war. Mir ging das Geschenk nicht aus dem Kopf. Ich wollte unbedingt wissen, was in diesem Karton war. Da wusste ich noch nicht, was und erwarten würde. Dann wurde es dunkel. Der Abend war da. Wir gingen in unsere Betten und schliefen ein. Ich träumte vom Geschenk. Es war ein Roboter. Dann wachte ich auf, sah mich um, schlich hinaus und lief ins Wohnzimmer. Leise ging ich zu dem riesigen Geschenk und öffnete den Karton. „Er ist leer“, sagte ich. Ich stieg in den Karton und schaute mich um. Plötzlich zog es mich hinein. Ich fiel und fiel. Schließlich fand ich mich in einem Winterwald wieder. Es war kalt und schneite. „Jetzt kann ich einen Schneemann bauen!“, schoss es mir in den Kopf. Ich rollte sogleich drei Kugeln und stapelte sie aufeinander. Dann suchte ich noch Steine und eine Mohrrübe. Steine fand ich zwar, aber keine Rübe. Nun ging ich zum Schneemann zurück, aber er war nicht mehr da. Es kam ein Schneesturm auf und es ertönte eine Stimme: „Schnappt ihn euch!“ Sie kamen aus dem finsteren Wald. Ich rannte los zu dem Karton, durch den ich hierher gelangt war, und stieg hinein. Ich wollte nur noch schnell zu meiner Schwester.

„Wach auf, er ist weg!“, sagte ich zu ihr. Sie fragte verschlafen: „Gibt es schon Frühstück?“ „Nein!“ „Na dann, was willst du so früh?“ „Komm schnell mit, ich brauche deine Hilfe!“ „Na gut“, sagte sie. Dann rannten wir zum Geschenkkarton und stiegen beide hinein und kamen in die Winterwelt. Ich bemerkte, dass es noch kälter war als vorher und der Ort sah anders aus. Wir waren an einem Berg. Dann hörten wir beide Stimmen und sahen viele Schneemänner auf uns zukommen. Wir rannten so schnell wir konnten auf den Berg. Als wir oben ankamen, bemerkten wir die Schneemänner, die dicht hinter uns waren. „Nun ist es vorbei“, dachten wir beide und hielten uns fest an der Hand. Es war so kalt. Da sahen wir einen morschen Baum, der im Schnee stand. Wir versuchten ihn mit all unserer Kraft umzustoßen. Der Baum fiel um und löste eine Lawine aus. Die Schneemänner wurden unter der Lawine begraben und wir rannten so schnell wie wir noch konnten zum Karton und sprangen hinein. Als wir wieder in unserem Wohnzimmer waren, lächelten wir uns ganz erschrocken an und sagten beide: „Was war das denn?“

Wir schafften den riesigen Geschenkkarton zusammen raus vor das Haus und nahmen ein Feuerzeug mit. Damit brannten wir den Karton an und es gab ein großes Feuer. Wir sahen das Bild vom Winterwald vor unseren Augen und alle Schneemänner, die geschmolzen sind in den Flammen. Den Rest der Nacht schlief ich ruhig.

 

Die Abwesenheit (von Elleen aus der Klasse 6a)

An einem heißen Sommertag ging ein Mädchen namens Lilly zu ihrer Oma wie jeden Tag. Doch dieses Mal war sie nicht anzutreffen. Ihr Handy lag in ihrer Wohnung und klingelte, was ihr sehr komisch vorkam. Sonst, wenn Lillys Oma irgendwo hinging, nahm sie ihr Handy mit. Dann lief sie zum Friedhof, weil ihre Oma ein paar Tage zuvor gesagt hatte, dass sie vielleicht am Wochenende dorthin gehen würde. Auch ging sie zu ihrer Schwester, doch die wusste auch nicht, wo sie ist.

Zwei Tage später ging sie schließlich zur Polizei, weil ihre Oma immer noch nicht da war. Lilly machte sich Sorgen und gab eine Vermisstenanzeige bei der Polizei auf. Diese machte sich sofort auf den Weg und suchte die Oma. Das Wetter wurde schlechter und es fing an zu regnen. Weitere zwei Tage später ging das Mädchen wieder zur Polizei. Das Wetter war immer noch nicht besser. Eine Polizistin kam zu mir und sagte: „Ein Zeuge hat sich gemeldet, soeben hat der junge Mann deine Oma im Nachbarort gesehen und sofort angerufen.“ Das Mädchen war sehr erleichtert und pustete erst mal aus. Jetzt wusste Lilly, dass ihre Oma noch am Leben war.

Zwei Tage später bei schönem Sonnenschein ging Lilly einfach mal so zu ihrer Oma und sie war wieder daheim. Die Oma erzählte ihr, dass sie bei ihrer Schwester war und sie konnte sich daran erinnern, dass sie der Schwester von Lilly gesagt hatte, dass sie weggeht. 

Doch da fiel Lilly plötzlich auf, dass eigentlich keiner von ihnen ihrer Oma jemals richtig zuhörte.

 

Das Vögelchen (von Gina aus der DaZ-Klasse/ 6a)

Mitten im Park saß ein Mädchen namens Leticia, sie wirkte schüchtern. Sie war auch traurig, weil sie keine Freunde hatte. Es schien als würde es bald regnen. Das Wetter war genauso traurig wie die kleine Leticia.

Am nächsten Tag war das Wetter erneut wie ihre Laune. Aber dann wurde der Himmel blau und die Wolken waren verschwunden. Ein Vögelchen kam plötzlich zu ihr und setzte sich auf ihre Schulter und fragte sie: „Wieso bist du allein und spielst nicht mit den anderen Kindern?“ „Was bitte, redest du mit mir?“ „Ja, du musst sehr tief in dich schauen und darüber nachdenken, wieso die anderen nicht mit dir spielen wollen.“

Dann flog der Vogel wieder fort. Die Kleine trug in sich den Wunsch, dass jemand kommt und mit ihr spricht. Auf einmal entdeckte sie, dass jemand zu ihr kommt. Es war ein anderes Mädchen. Sie hat sich vorgestellt: „Hey, ich bin Luisiana und wie heißt du?“ „Hi, ich bin Leticia!“ „Oh, es wird regnen“, sagte Luisiana und ging weg.

Am nächsten Tag saß sie wieder an der gleichen Stelle allein und einsam, als würde sie auf etwas warten. Dann erschien das kleine Vögelchen wieder. „Hallo, wie geht es dir, hast du nachgedacht über das, was ich dir gesagt habe?“ „Ja, wegen dir habe ich eine Freundin gefunden, sie heißt Luisiana!“ „Oh, guck mal, sie kommt. Ich gehe lieber.“ „Warte, ich will, dass du sie kennenlernst.“ „Ok, dann bleibe ich noch ein bisschen.“ „Hallo Leticia, wie geht es dir? Und wer ist das?“ „Hallo, das ist... es hat keinen Namen. „Lasst uns einen Namen für unsere kleine Freundin finden!“ „Also mal sehen... ich hab es!“, sagte Leticia. „Du weißt, dass ich aus Griechenland komme, also dachte ich an Zoe. Das bedeutet Leben auf Griechisch!“ „Ja, das gefällt mir gut!“, sagte Luisiana. „Sie wird für immer leben genauso wie unsere Freundschaft, sie hat uns zusammengebracht. Danke, für deine Freundschaft!“ „Nein, das ist nicht mein Verdienst, du musst ihr dafür danken“, sagte Luisiana. „Danke Zoe, wir werden immer an dich denken, wir werden dich nie vergessen, wir lieben dich, leb wohl Zoe!“

(D. Drescher)

   

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